Welpen Abgabe

„Du bist verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast.“

Antoine de Sain-Exupery

Wir wünschen uns für unsere Welpen gute Plätze, für ihr ganzes Leben, bei engagierten Menschen. Daher ist es uns wichtig, für die Welpen verantwortungsvolle neue Besitzer zu finden, die ihrem neu hinzukommenden Familienmitglied ein hundegerechtes Leben ermöglichen, sich der großen Herausforderung bewußt sind und die sich mit den Bedürfnissen der Rasse auseinander gesetzt haben. Sie sollten bereit sein viel Zeit und Energie in die Erziehung und Ausildung des Hundes zu investieren.

Bedenken Sie: So kuschelig wie er auch aussieht: Der Lagotto ist ursprünglich ein Arbeitshund. Sie müssen genug Zeit und die Möglichkeit haben, um den Hund zu beschäftigen und um ihm genügend Bewegung zu bieten - und zwar Tag für Tag, ein ganzes Hundeleben lang. Auch will er konsequent erzogen werden, braucht souveräne Führung, jedoch ohne viel Härte und Drill. Er ein sehr schlauer Hund und man erreicht viel durch fairen Umgang, gleiche Handlungsweisen und Lob. Nichtsdestotz wird er versuchen, seine Grenzen auszuloten. Wenn sie wenig Hundeerfahrung haben, kann es sinnvoll sein, sich in Ihrer Nähe fachkundige Unterstützung zur Erziehung des Hundes zu sichern. Ein Lagotto ist ein "selbst denkender Hund". Gerade wenn er nicht ausgelastet wird kann ihm auch "Unsinn" einfallen und er sucht sich eventuell seine eigene Beschäftigung, die nicht unbedingt im Sinne des Hundehalters ist.

Ein Lagotto will intensiven Kontakt zu seinen Besitzen. Sowohl zeitlich als auch räumlich braucht er engen Anschuss an "seine" Familie und ist am liebsten überall dabei.  Zwingerhaltung oder langes Alleinsein lehnen wir daher ab. Dennoch muss die Möglichkeit zum Rückzug für den Welpen/Hund vorhanden sein. Auch von Kindern muss dies respektiert werden.

Alle mit der Erziehung befassten Personen sollte auf Einachtung der festgelegten "Hunde-Regeln" achten, um dem neuen Familienmitglied Sicherheit zu geben. Der Umgang sollte respekt- und liebevoll sein. Das Ruhebedürfnis des jungen Hundes muss akzeptiert werden. Ruhepausen sind wichtig für den jungen Hundes und sind auch von den Kindern zu respektieren.

Gerade bei Familien mit Kinder ist es sehr wichtig, dass die Kinder, je nach Reife, entsprechend angeleitet und beaufsichtigt werden, wenn sie mit dem Hund umgehen. Der Welpe/Hund ist kein Teddybär, sondern ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Die Eltern sind gefragt diese durchzusetzen.

Ebenso müssen das Umfeld und andere Gegebenheiten stimmig sein. Ein Welpe benötiget viel Aufmerksamkeit und Verständnis. Sie müssen sein Vertrauen "erarbeiten".  Am Anfang sind Sie rund um die Uhr gefordert und sollten durchaus auch etwas "hart im nehmen" sein. Es braucht Zeit und Geduld, bis der Welpe stubenrein ist und auch nachts durchhält. Viele Male am Tag, und auch in der Nacht, bei Regen und Wind, müssen sie anfangs mit ihm hinaus, damit er sein Geschäft erledigen kann. Wahrscheinlich gibt es auch zwischendurch mal ein Malheur, dass sie dann zu beseitigen müssen. Möbel, Böden und Einrichtung können leiden, bis die Sauberkeitserziehung und Zahnentwicklung abgeschlossen sind.

Nichts ist vor einem Welpen sicher, so dass Sie ihn im Auge behalten sollten und gleichzeitig sind Sie gefordert, für die Sicherheit und Gesundheit des Welpens zu sorgen.

Im Haus müssen Gefahrenstellen gesichert werden. Auch der Garten muss hundegerecht und ausbruchssicher gestaltet und zum toben geeignet sein und auf giftige Pflanzen überprüft werden. Auch buddeln und graben mache Lagotti gerne im Garten.  

Dazwischen benötigt der junge Hund aber auch immer wieder Erholung. Pausen sind wichtig, damit er lernt, zur Ruhe zu kommen.

Nach Abgabe des Welpens liegt die Verantwortung für die weitere, sanfte Erziehung und altersgerechte Begleitung und Förderung seiner Entwicklungsphasen in Ihren Händen.

Aus dem kleinen, süssen Fellknäuel wird bald ein "Teenager" mit riesiger Energie. Kleinere und Größere "Sünden"bleiben nun nicht aus.

Gerade die Flegelphase kann nochmal sehr anstrengend und eine Herausforderung werden, Ihnen einiges an Energie abverlangen und Ihre Nerven strapazieren.

Für Sauberkeitsfanatiker: Jeder Hund, auch ein Lagotto, bringt, je nach Wetter, mal mehr oder weniger Dreck ins Haus oder Ihr Auto. Sie passen vielleicht kurz nicht auf, und er wälzt sich im Schmutz (oder anderen unappetittlicheren Dingen) oder er nimmt ein kurzes Bad im Dreckwasser. Bei der Säuberung hinterher schüttelt er sich eventuell in Ihrem Badezimmer trocken.  Im jugendlichen Alter oder bei Krankheit hinterläßt ein Hund vielleicht auch mal "Schlimmeres" als nur Schmutz in Ihrem Wohnzimmer. Können Sie damit leben?

Ein Lagotto hat zudem eine lange Lebenserwartung und die Bedürfnisse eines Hundes und Anforderungen an seine Besitzer können sich im Alter verändern. Sind Sie bereit diese lange Zeit die volle Verantwortung für einen Hund und seine Bedürfnisse zu übernehmen? Können Sie auch weiterhin diese Verantwortung übernehmen, wenn sich die eigenen Lebensumstände nochmal ändern sollten? (Wohnungswechsel, ein Baby, neue oder veränderte Partnerschaft, sich änderende Arbeitsbedingungen?)

Falls Sie selbst einmal unerwartet ausfallen, müssen Sie Sorge tragen, dass der Hund mit all seinen Bedürnissen von einer vertrauten Ersatzperson betreut werden kann.

 

Bitte überlegen Sie:

Was braucht mein Hund?
Quelle VDH (http://www.vdh.de/welpen/was-vor-der-entscheidung-zu-klaeren-ist)

Habe ich genügend Zeit für den Hund?

Spaziergänge, Pflege, Spielen – Ihr Hund verlangt viel Aufmerksamkeit von Ihnen. Vor allem bei Welpen müssen die Halter noch viel Zeit in die Erziehung investieren. Bis das Tier wirklich aufs Wort hört, ist auch Durchhaltevermögen gefragt.

Abends nur mal schnell mit dem Hund um den Block - das ist zu wenig! Ihr Hund braucht mindestens zweimal täglich Auslauf, um seinen Bewegungsdrang auszuleben. Planen Sie je nach Rasse insgesamt mindestens 1-2 Stunden dafür ein. Tag für Tag, am Wochenende, am Feiertag, im Sommer und im Winter.

Hat der Hund genug Gesellschaft?

Vor allem wenn der Hund noch sehr jung ist, braucht er neben seinen Ruhezeiten auch intensiven Kontakt zum Menschen - wann immer er es möchte. Diese Phase reicht bis zu einem Alter von etwa fünf Monaten. Doch auch ein erwachsener Hund kann nicht den ganzen Tag allein verbringen, bis Herrchen und Frauchen irgendwann von der Arbeit heimkehren: Ein Einzelhund sollte nie länger als fünf Stunden allein gelassen werden.

Ist die gesamte Familie einverstanden?

Soll der Hund in einem Haushalt mit mehreren Personen leben, dann müssen alle Mitbewohner der Anschaffung zustimmen. Vorab sollten Sie klären, ob jeder bereit ist, sich um das Tier zu kümmern und Verantwortung zu übernehmen – für Ernährung, Erziehung, Pflege und Spaziergänge. Kinder sollten mindestens drei Jahre alt sein, bevor ein Hund in die Familie kommt. Denn erst in diesem Alter entwickelt der Nachwuchs die Fähigkeit, den Hund wirklich als Lebewesen zu begreifen.

Erlaubt mein Vermieter einen Hund?

Bei einer Mietwohnung muss vorher geklärt werden, ob die Hundehaltung erlaubt ist. Geregelt wird dies zwischen Mieter und Vermieter. Im besten Fall haben Sie dieses Thema bereits bei der Anmietung der Wohnung berücksichtigt. Bei einem bestehenden Mietverhältnis müssen Sie genau auf die Formulierung des Vertrages achten: So gilt der Ausschluss jeglicher Tierhaltung zwar als unwirksam – nicht aber das Verbot einer Hundehaltung. Ist im Mietvertrag dagegen die Haustierhaltung grundsätzlich erlaubt, dann gilt das auch für Hunde, da sie zu den „üblichen“ Haustieren zählen. Werden Haustiere im Mietvertrag gar nicht erwähnt, ist dies nicht automatisch eine Erlaubnis, ein Tier halten zu dürfen – vielmehr gibt es hier unterschiedliche Rechtsauffassungen. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, klären Sie das Thema direkt mit dem Vermieter.

Auch Wohnungseigentümer haben nicht automatisch das Recht, einen Hund zu halten. Die Hundehaltung kann untersagt sein, wenn es eine entsprechende Vereinbarung der Eigentümer-Gemeinschaft gibt.

Sind meine Urlaubspläne mit einem Hund vereinbar?

Urlaub ist auch für Hundehalter die schönste Zeit des Jahres. Wie schön eine Reise für den Hund ist, darüber entscheidet die Vorbereitung. Schon bei der Auswahl des Reiseziels sollte gründlich überlegt werden, was vor Ort auf den Hund zukommen könnte. Das Tier kann nicht den ganzen Tag im Hotelzimmer warten, während Herrchen und Frauchen sich am Strand vergnügen. Ein familienfreundliches Ferienhaus ist deutlich besser für den gemeinsamen Urlaub geeignet.

Klären Sie auch vorher, welche Regelungen im gewählten Urlaubsland für die Mitnahme des Tieres gelten. Auch in den EU-Mitgliedstaaten ist in diesem Zusammenhang einiges zu beachten: von der Kennzeichnung durch Tätowierung oder Microchip über den Tollwutschutz bis zur Mitnahme des EU-Heimtierausweises.

Am bequemsten reist der Hund im Auto, zumindest wenn eine Klimaanlage die Temperaturen erträglich macht und zudem regelmäßig für Frischluft gesorgt wird. Lange Zugreisen dagegen können problematisch werden, da der Hund viele Stunden ohne genügend Bewegung verharren muss und sich zudem nicht problemlos lösen kann. Flugreisen sind für Hunde alles andere als angenehm. Denn dabei müssen sie in der Regel in einer Transportkiste im Frachtraum verharren.

Manchmal ist es für alle Seiten angenehmer, den Hund während der Urlaubszeit in die Obhut von Freunden oder Verwandten zu geben. Auch eine Hundepension kann eine gute Alternative sein, wenn das Tier von klein auf an solche Aufenthalte gewöhnt ist.

Kann ich mir meinen Hund leisten?

Ein Hund kostet Geld, darüber müssen künftige Halter sich im Klaren sein. Zunächst sind da die regelmäßigen Kosten für Futter und Pflege. Hinzu kommen Rechnungen beim Tierarzt, die auch anfallen, wenn der Hund rundum gesund ist - für wiederkehrende Impfungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten oder regelmäßige Wurmkuren. Weitere Kostenfaktoren sind die Hundesteuer sowie die Haftpflichtversicherung.

Welche Hundeverordnung muss ich beachten?

Fragen Sie beim Ordnungsamt nach. Denn in Deutschland gibt es keine bundesweit einheitlichen Vorschriften. Vielmehr gelten in den Bundesländern unterschiedliche Hundeverordnungen. Dabei geht es um grundsätzliche Haltungseinschränkungen ebenso wie um den Leinen- oder Maulkorbzwang. Hinzu kommt, dass diese Vorschriften einem ständigen Wandel unterliegen.

Was spricht für einen Rassehund?

Der Kauf eines Rassehundes hat objektiv einige klare Vorteile. Durch die Zuchtüberwachung sind die Elterntiere und deren Vorfahren bekannt. Dies führt dazu, dass die zu erwartenden Charaktereigenschaften eines Welpen vorhersehbar sind – das gilt auch für Fellfarbe, Größe und Aussehen.

Ganz anders ist die Basis bei einem Mischling: Nur selten gibt es hier exakte Informationen über die Abstammung. Daher lässt sich über die Charaktereigenschaften des erwachsenen Tieres kaum etwas vorhersagen. Auch über das spätere Aussehen und die Größe können in der Regel nur Vermutungen angestellt werden.

„Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen. Der Bund mit einem treuen Hund ist so ewig, wie Bindungen zwischen Lebewesen dieser Erde überhaupt sein können.“

Konrad Lorenz

Sind Sie sich sicher, dass Sie eine solche Bindung mit allen Verpflichtungen eingehen wollen? Interessieren Sie sich für die Rasse Lagotto? Wenn Sie Franca kennenlernen wollen, laden wir sie herzlich ein, uns zu besuchen. So können wir uns gegenseitig kennenlernen und "beschnuppern".